Ziel und Absicht der Versammlung

Bevor du gleich loslegst, nimm dir einen Moment Zeit um folgendes zu überlegen.

1.1 Absicht

Als erstes solltest du dir überlegen, was der Zweck deiner Klimaversammlung ist.
Willst du Menschen aus deinem Dorf oder Quartier zusammenbringen und über die eine lebenswerte Zukunft diskutieren?
Willst du Wege finden, wie ihr zusammen gegen die Klimakrise vorgehen könnt?
Oder willst du alle Menschen aus einer Berufs- oder Interessengruppe vereinen, um zusammen zu überlegen, wie ihr euren Arbeitsalltag klimafreundlicher gestalten könnt?

1.2 Zielgruppe

Je nach Ziel der Versammlung, verändert sich die Zielgruppe. Falls du deine Gemeinde klimafreundlicher machen möchtest, willst du vermutlich möglichst viele verschiedene Menschen aus der Gemeinde dabei haben. Falls du die Klimakrise besser im Unterricht der Schulen verankern möchtest, macht es Sinn, vor allem Lehrer*innen, Eltern und Schüler*innen einzuladen.
Vergiss nicht - die Klimakrise betrifft uns alle! Gemeinsam können wir in zahlreichen Bereichen Lösungen voranbringen. Jeder Mensch kann etwas zu einer Versammlung beitragen, egal, ob er direkt Teil der Zielgruppe ist oder nicht.

Vor der Versammlung

Im Schritt zwei findest du einige Tipps zur Vorbereitung und Mobilisierung.

2.1 Thema

Jetzt solltest du dir überlegen, was das/die Thema/Themen deiner Versammlung sein wird/werden und welche Fragen du dort besprechen möchtest. Diese hängen natürlich von deinem Ziel und Zielgruppe ab. Hier findest du ein bisschen Inspiration und deiner Kreativität sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Themen können auch kombiniert werden.
Mögliche Ziele deiner Versammlung können sein:

  • Wie können wir die lokale Gesellschaft auf die Dringlichkeit der Klimakrise aufmerksam machen?
    • Wo ist man sich der Dringlichkeit bereits bewusst oder diskutiert das Thema?
    • Welche Teile der Gesellschaft haben wir bisher gar nicht erreicht?
    • Wie können wir Menschen zusammenbringen?
    • Wie können wir sie motivieren, aktiv zu werden und zu handeln?
  • Was können wir hier, wo wir leben machen, um zur Lösung der Klimakrise beizutragen?
    • Wie können wir uns organisieren?
    • Was funktioniert gerade eher gut? Was sollte sich verändern? Was fehlt?
    • Wie können wir die (lokale) Politik zum Handeln bewegen?
    • Wie können wir in unserem Ort den CO2-Ausstoss veringern?
    • Was wollen wir am 15. Mai für den Strike for Future machen?
  • Beitrag zu einem nationalen Projekt des Klimastreiks → Climate Action Plan. Hier erklären wir dir, um was es bei diesem Projekt geht und wie deine Klimaversammlung dazu beitragen kann. (Dieses Thema kann man z.B. auch gut mit dem Thema der lokalen Lösungen verknüpfen.)
    • Feedback zu bestehenden Entwürfen
    • Neue Ideen an die Arbeitsgruppen

Um nicht in der Komplexität der Klimakrise unterzugehen macht es evtl. Sinn sich auf eine/ ein paar Bereich(e)zu begrenzen.

2.2 Ort

Aus Erfahrung wissen wir, dass eine Versammlung mit ca. 15 - 50 Teilnehmer*innen gut funktionieren kann. Versuche demnach einen Raum mit dieser Kapazität zu finden. Oft ist es möglich, einen solchen Ort kostenlos zu finden.
Du kannst an folgenden Orten fragen:

  • Schulen
  • Universitäten
  • die Gemeinde
  • Menschen mit grossen Häusern und Wohnzimmern
  • Co-Working Spaces
  • Quartierzentren
  • Gemeinschaftszentren
  • Pfadiheime
  • Lokale Betriebe oder Läden
  • Kulturfabriken oder Kulturzentren
  • Kirchgemeinden

Falls du in deinem Ort keinen Raum findest, den du kostenlos nutzen kannst, setze dich mit der lokalen Klimastreik Regionalgruppe in Verbindung (Hier findest du entsprechende Kontaktangaben).

2.3 Mobilisierung

Je nach Zielgruppe sieht deine Mobilisierung anders aus. In folgender Liste findest du einige Ideen wie du für deine Klimaversammlung mobilisieren kannst. Wähle das aus, was du als wirkungsvoll erachtest und bei dem du dich wohl fühlst.

  • Frage all deine Bekannten und Freund*innen und rufe sie dazu auf, dasselbe zu tun!
  • Drucke ein paar Flyer oder Poster aus und verteile sie an öffentlichen Plätzen und in Briefkästen. Oft kannst du sie auch im Coop, Migros, Volg, der Gemeinde, in der Bibliothek, im Sportzentrum, in der Schule, in den Kirchgemeinden oder Kindergärten auslegen oder aufhängen.
  • Frage die Zeitung deiner Gemeinde, Bezirk oder Region, ob sie eine kleine Anzeige mit Zeit und Ort abdrucken können.
  • Falls deine Gemeinde auf ihrer Website oder im Gemeindehaus eine Liste von öffentlichen Veranstaltungen hat, kannst du ihnen eine Mail mit den Infos schreiben, damit sie diese veröffentlichen.
  • Lade Menschen aus Vereinen oder Organisationen wie z.B. dem Sportclub, der Kirche oder den Pfadis ein, mitzumachen und es in ihren Chats oder an ihren Veranstaltungen zu erwähnen.
  • Kündige deine Versammlung in den Klimastreik-Chats an! (Hier findest du eine Liste davon)
  • Schreib deinem lokalen oder regionalen Klimastreik-Instagram und frage sie, ob sie einen Post oder eine Story dazu machen.
  • Kontaktiere lokale Partei Sektionen, (Umwelt-)Organisationen, Kirche, Sportvereine und bitte sie dafür einzuladen.

Damit die Leute sich mehr oder weniger vorstellen können, was an der Versammlung geschehen wird, kann es hilfreich sein, das Hauptthema oder die gestellten Fragen bereits auf den Flyern, Plakaten und Einladungen mitzuteilen. Hier findest du Mobi Material (Flyer, Plakate, etc…) bei denen du die spezifischen informationen einfügen und anschliessend verteilen kannst.

2.4 Vorbereitung des Materials

  • Organisiere ein wenig Essen (Snacks, Tee/Kaffee, usw). So können sich Menschen während eines kleinen Snacks kennenlernen und austauschen.
  • Je nachdem brauchst du einen Beamer, Laptop, eine Leinwand oder eine weisse Wand, um etwas mit dem Beamer zu projizieren
  • Bereite Stifte und einige Blätter Papier vor, und - falls du welche hast - Flipcharts, grosse Blätter oder Whiteboard, um Notizen zu machen und Diskussionen festzuhalten
  • Falls möglich und sinnvoll kann auch ein Mikrofon mit entsprechendem Soundsystem nützlich sein (vor allem wenn du viele Menschen erwartest).

2.5 Vorbereitung vor Ort

  • Stelle genügend Stühle in einem Kreis auf
  • Bereite deinen Apero oder Essen, falls du welches hast, auf einem Tisch vor
  • Lege genügend Papier, Stift und Flipchartblätter bereit
  • Stelle sicher, dass alle Menschen den Weg zu deinem Ort oder Raum finden, z.B. mit einem Schild oder Blatt an der Türe oder draussen
  • Kläre vorher schon ab, bis wann ihr den Raum habt und wie ihr ihn putzen solltet
  • Bestimme eine Person, welche ein Protokoll schreibt und dieses danach in diesen Gdrive Ordner hochlädt.

Die Versammlung

Hier findest einen Vorschlag darüber, wie der Prozess einer solchen Versammlung aussehen könnte.

  1. Einführung 5’
    1. Stelle dich vor und gib eine kurze Einführung: Was brachte uns heute zusammen?
    2. Erkläre kurz, was ihr heute macht und wie lange es vermutlich dauern wird.
  2. Check-In 10’
    1. Formt Dreiergruppen (wenn möglich mit Menschen die sich noch nicht kennen) Beantwortet in den Kleingruppen folgende drei Fragen:
      1. Wie heisse ich und was ist mein Lieblingsort?
      2. Was erwarte ich von der Klimaversammlung?
      3. Was kann ich dazu beitragen, damit diese Erwartungen erfüllt werden?
    2. Alternativ (auch in Dreiergruppen) “Zeitreise in die Zukunft”:
      1. → Stell dir vor wir befinden uns 2h in der Zukunft - am Ende der Klimaversammlung.
      2. Du bist sehr zufrieden und hast das Gefühl durch diese Klimaversammlung tatsächlich etwas bewirken zu können > sie war ein voller Erfolg.
      3. Kurz mit Namen & (Arbeits-)Betätigung vorstellen
      4. Was ist in den letzten zwei Stunden (also wärend der Klimaversammlung) passiert?
      5. Was haben wir erreicht?
      6. Was kann ich dazu beitragen, dass wir alle in 2h mit diesen Gefühl gehen können?
    3. Nach dem Check-In setzt ihr euch wieder ins Plenum.
  3. Input zur Klimakrise 15’
    1. Du kannst selbst einen kurzen Input zur Klimakrise geben oder auch eine Expert*in dafür anfragen. Vielleicht findest du auch ein Video, welches diesen Teil füllt. Da die meisten Menschen die grundlegendsten Fakten zur Klimakrise bereits einmal gehört haben, lohnt es sich den Input kurz und knackig zu gestalten. Am besten erwähnst du auch eine weniger bekannte, überraschende Perspektive, die noch neu für viele ist. Hier findest du Unterlagen dazu.
  4. Gruppenphase 40’
    1. Für den Beginn der Gruppenphase hast du verschiedene Möglichkeiten:
      1. Wenn du im Vorfeld bereits Themen/Fragen definiert hast (siehe Schritt 2.1) , stelle die verschiedenen Unterthemen oder Fragen im Plenum vor.
      2. Wenn du den Climate Action Plan als Thema gewählt hast, lohnt sich an dieser Stelle ein etwas längerer Input zum Projekt.
      3. Wenn du ganz offen starten willst und alle Themen und Fragen zulassen willst, frage offen ins Plenum zu welchen Themen oder Fragen sich die Teilnehmenden gerne austauschen möchten. Jedes Thema das aufkommt, schreibst du auf ein Papier und hängst es auf.
    2. Jede*r der Anwesenden sucht sich das Thema aus, an dem er/sie am liebsten mitdenken und diskutieren will. So bilden sich dann verschiedene Gruppen.
    3. In diesen Kleingruppen wird dann anhand der Fragen diskutiert oder auch Ideen und Projekte ausgearbeitet. Es eignet sich den Gruppen Notiz Material zur Verfügung zu stellen (Whiteboard, Flipchart, usw)
    4. Weise die Teilnehmenden darauf hin, dass sie auch während der Phase Gruppe wechseln können, falls sie sich für mehr als einen Aspekt interessieren.
    5. Jede Gruppe bestimmt anschliessend einen Menschen, der dann im Plenum mit den anderen Menschen teilt, was in der Gruppe so passiert ist.
  5. Pause 20’
  6. Alle kommen im Plenum zusammen. 15’
    1. Eine Person aus jeder Gruppe fasst kurz zusammen, was in der Kleingruppe diskutiert wurde und welche Ideen und Projekte aus der Diskussion entstanden sind. Falls bereits konkrete nächste Schritte geplant sind, werden auch diese hier geteilt und Menschen können sich den Projekten anschliessen.
  7. Nächstes Treffen: 5’
    1. Diskutiert gemeinsam im Plenum, ob und wann ihr ein nächstes Treffen oder eine weitere Versammlung machen möchtet und wie ihr in Kontakt bleibt (Chat, Mail, etc.)? Fühl dich verantwortlich diese Kommunikation zu ermöglichen. Wer hätte Lust bei der Organisation der nächsten Klimaversammlung zu helfen?
  8. Check out 10’
    1. Je nach Teilnehmerzahl im Plenum oder in Kleingruppen:
    2. Wie hast du dich während der Versammlung und den Diskussionen gefühlt?
    3. Wurden deine Erwartungen erfüllt?
    4. Was nimmst du vom heutigen Tag mit?
  9. Dieser Moment eignet sich sehr um Menschen mit den Aktivitäten des Klimastreiks zu verknüpfen. Hier findest du einige laufende Projekte:5’
    1. Climate Action Plan (wenn dies nicht sowieso schon ein Thema deiner Versammlung war)→ erkläre wenn möglich auch die Möglichkeit mitzuwirken. (siehe Website)
    2. 24.4. nationaler Infotag zur Klimakrise
    3. 1.3. - 3.3. Mobilisierungstage Strike For Future
    4. Strike For Future am 15. Mai
  10. Abschluss 5’
    1. Bedanke dich bei allen und falls es der Raum zulässt gib auch die Möglichkeit noch länger zu bleiben und weiter zu diskutieren.

Am Ende der Versammlung

4.1 - Output for the Climate Action Plan (wenn der CAP eines deiner Themen war)


Bitte benutze dieses Dokument, um das Feedback und neue Ideen zum Klimaaktionsplan festzuhalten. So können sie die Menschen, die beim Klimaaktionsplan aktiv sind anschauen und in ihre Arbeit integrieren.

4.2 - Zukünftige Versammlungen


Um das Engagement und die entstandenen Ideen weiterleben zu lassen, ist es wichtig dass weitere Versammlungen stattfinden. Versuche die Menschen, die sich bereit erklärt haben, bei der nächsten Versammlung zu helfen, direkt in die Organisation einzubinden.

Conclusion

En espérant que ce guide vous aidera, nous voulions rappeler que pour qu’un maximum de personnes rejoignent, il est important de l’enregistrer sur ce site, et au passage une nouvelle fonctionnalité du site permet de créer un poster avec un texte personnalisé. Ce qui est pratique pour informer les gens par les réseaux sociaux mais surtout pour en mettre dans la rue pour informer les personnes localement qui ne sont pas forcément sur les réseaux sociaux.

Une affiche sur les signes de communications pour faciliter les discussions est dans la liste.